31 August 2005

Aufruf

Nach zahlreichen Beschwerden über mangelhafte News aus Amerika habe ich meinen Teil nun erfüllt. Ich erwarte mir nun mindestens einen Kommentar pro Beitrag.

Swiss

Da ich nun weiß, dass ich am 21. November wieder in Wien sein muss habe ich mich um einen Flug zurück bemüht. Das lächerliche ist, dass die Swiss zwar ein günsiges "Open Ticket" anbietet, man dann aber keinen Flug bekommen kann, da in dieser Kategorie alles für Monate ausgebucht ist. So habe ich gemeinsam mit Fatima (sie arbeitet im Reisebüro) arrangiert, dass ich 200 Dollar von meinem Ticket zurück bekomme und habe dann einen neuen Flug um 250 gebucht. Diesmal mit SAS Scandinavian via Kopenhagen. Ich komme am 20 November um 10.40 Uhr in Wien an.

Edwin

Edwin habe ich am Sonntag Abend in einer Bar im West Village kennengelernt. Er ist 35 Jahre alt und hat ein Hundegeschäft im Village. Das ist verdammt gutes Geld, da die Schwulen im Village mindestens einen Hund pro Appartement haben und nicht irgendwelche Hunde, Hunde um 1000-3000 Dollar... Er verkauft etwa zehn pro Woche. Er hat mir einen anderen Club gezeigt - Splash. Dort war es wirklich sehr nett und es hat mir sehr gefallen. Jüngeres Publikum und sehr gute Musik. Heute habe ich mit Edwin gemeinsam das Mittagessen genossen. Falbelhaftes Thai Food um wenig Geld. (Man muss nur wissen wohin man geht in NYC, dann ist es nicht mehr so teuer)

Jen and more

Jen habe ich am Bauernmarkt am Abingdon Square kennengelernt. Sie ist eine Art Marktmanagerin dort, 27 Jahre alt, Teilzeitstudentin und wirklich cool. Sie hat mir all die Dinge in NYC gezeigt, die man als regulärer Besucher wahrscheinlich nicht sieht.

Jen wohnt in Brooklyn mit ihrer Schwester. Alleine kann man sich die exorbitanten Mieten in New York nicht leisten. Sie hat zwei Brüder und eine Schwester. Der eine Bruder fliegt B52 Bomber in der Air Force, der andere ist schwul. Ihre Schwester ist lesbisch und sie selbst hatte auch eine lange Beziehung mit einer Frau, bevor sie ihren jetzigen Freund kennengelernt hat. Sie ist also allem gegenüber sehr aufgeschlossen, wie eigentlich alle New Yorker... ;-)

Am nächsten Freitag werden wir gemeinsam nach Jackson New Jersey fahren und dort den Six Flags Vergnügungspark besuchen. Der Park ist an diesem Freitag für die öffentlichkeit geschlossen und es ist eine Art Gay Event dort. Ich freu mich schon auf kreischende Schwule auf der Achterbahn :-)

30 August 2005

Squatter House

Vergangenes Wochenende in NYC war wirklich fabelhaft. Ich habe so viele neue Leute kennengelernt und soviel von dieser Stadt gesehen, das in keinem Tourist Guide steht.

Eines davon waren Squatter Communities. Das sind Nachbarschaftsgegenden, die von Hausbesetzern (sog. squattern) bewohnt werden. Die Häser sind sehr heruntergekommen und nicht sehr einladend von außen und noch weniger von innen. Diese Leute haben vor zehn oder 15 Jahren, als eine akute Wohnungsnot in NYC herrschte einfach unbenützte Gebäude in NYC übernommen und wohnen seither drin. Es ist wirklich unterster Standard. Gerade mal fließend Wasser und Elektrrizität gibt es drin (man darf ihnen nicht den Strom abdrehen, weil in Amerika haben auch Squatter gewisse Rechte...) Eine von ihnen ist Claire, 27 Jahre alt und ziemlich heruntergekommen aber wirklich eine total liebenswerte Person. Ihre "Mitbewohnerin" April ist noch schlimmer, sie hat eine Fußprothese, ihr ganzes Gesicht ist tättowiert und sie stinkt wie die Pest, aber auch sie ist wirklich total nett. Ich war sehr schockiert, als wir auf der Straße zur Filmvorführung gingen und Claire plötzlich Durst verspürte. Gezielt steuerte sie die nächste Mülltonne an und siehe da, sie fand eine mindestens halb volle Flasche Mineralwasser...

Mit ihnen ging ich zu einer Filmvorführung einer ihrer Freunde - Josh - er ist "Künstler" und es ist sein erster Film, den er selbst gemacht hat. Josh ist anscheinend sehr fasziniert von den Eichhörnchen, die man in jedem Park in NYC sehen kann. So handelt auch sein 95 Minuten langer Film ausschließlich von NYC Eichhörnchen, was nach 20 Minuten bereits recht einschläfernd war. Take Outs von Film kann man hier sehen: www.joshgura.com

Nach dem Film sind wir in eine hippes Japanisches Restaurant gegangen. Dort trifft sich alles was japanisch und cool ist. Ich habe marinierte Seegurke gegessen und ehrlich, es war wirklich interessant ;-)

28 August 2005

Lange Nacht

Wieder mal hab ich Sonntag und Montag frei. Natuerlich muss man die Zeit sinnvoll nutzen.
Nachdem ich Samstag den ganzen Tag in NYC verbracht habe am Bauernmarkt bin ich diesemal mit der Schwester von meinem Chef (eine gescheiterte Schauspielerin) zurueck nach New Jersey gefahren, hab die ganzen Sachen ausgepackt und gereinigt und bin dann zum Bahnhof geeilt um den Zug zurueck in die City zu nehmen.

Hab mich wie immer im guenstigen Portlandsquare Hotel eingemietet und dann die restliche Nacht im wunderbaren New York City Nightlife verbracht.

Zuerst in Bars und dann so gegen zwei Uhr frueh ins ROXY, ein riesiger Danceclub in Manhattan.

Ich hatte solches Glueck, denn ich kam zu einer der angesagtesten Partys des Jahres hier. Es ist die Geburtstagsparty der Diva herself Junior Vasquez, einer der angesagtesten DJs der letzten Jahre. Bekannt durch den Remix einer seiner Mailboxnachrichten (Madonna calling)

Jedenfalls war der Club gerammelt voll, die Musik war fabelhaft und das gesamte Etablissement hat vibriert. Ich wuenschte ich koennte die Impressionen etwas besser in Worte fassen, aber das geht leider nicht. Das muss man einfach dabei gewesen sein.
Jetzt ist es kurz nach eins am Nachmittag und ich werde jetzt mal ins Hotel gehen und Duschen. Am Abend treffe ich mich mit Jen, sie wird mir heute Abend und morgen den Rest von New York City zeigen, alles was nicht touristisch erschlossen ist... Bronx, Harlem, Queens, Brooklyn. Ich freue mich schon sehr darauf. Vielleicht wenn das Wetter fein ist werden wir nach Fire Island fahren und ein bisschen am Strand rumhaengen.

Junior Vasquez Music
The Roxy Dance Club

25 August 2005

Nette neue Freunde

Seit zwei Wochen gehe ich in eine andere Bar hier in Long Valley, da ich mit dem Servis und der Qualität des Essesns im Brewpub nicht mehr zufrieden war.
Die neue Bar heißt "Valley Bar and Restaurant" Es ist total anders dort. Die Leute sind sehr bodenständig und man kommt mit allen ins Gespräch.

So hab ich zum Beispiel David kennengelernt, er hat ein Stinktier als Haustier und hat einen neuen Namen für das Ding gesucht. Ich hab ihm gesagt, dass Skunk auf Deutsch Stinktier heißt und jetzt heißt das Tier auch Stinktier...

Dann hab ich noch Joe kennengelernt, Joe hat eine Rekrutierungsfirma für die Pharmabranche und er versucht mir eine Praktikumsstelle für nächstes Jahr zu vermitteln.

Mal sehen, was das bringt. vielleicht bin ich nächsten Sommer wieder hier in diesem Land.

Führerschein

Nach zweimal antreten hab ich endlich die Führerscheinprüfung geschafft. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich nie einen Blick in das Buch geworfen habe sondern es immer ohne lernen versucht habe. Leider hat mir beim ersten mal niemand gesagt, dass meine Übersetzung des Österreichischen Führerscheins nicht ausreicht, da sie vom Staat New Jersey nicht anerkannt wird. So musste ich zu einem Übersetzungsbüro gehen und dort eine beglaubigte Übersetzung machen lassen, was sich mit 110 Dollar zu Buche schlug. Aber das ist die Art wie dieses Land funktioniert. Jeder wird gezwungen Geld auszugeben.
Jedenfalls hoffe ich, dass die Übersetzung heute in der Post ist und ich endlich meinen Amerikanischen Führerschein haben kann. Der kommt im Schkkartenformat und ist wunderschön. Ich freue mich schon sehr darauf.

18 August 2005

The Kawasaki Mule

Was ist das eigentlich?

Vor zwei Wochen, ich war gerade am Weg nachhause von New York City hat mich mein Boss angerufen und war total außer sich: "Jemand hat das Kawasaki Mule gestohlen"

Zuerst dachten wir, jemand hatte es gestohlen und in Pennsylvenia verkauft. Natürlich ging der Fall zur Polizei, die eine Wohe später bereits den Täter ausfindig machen konnte. Nicht in Pennsylvenia verkauft sondern in Long Valley in einem Teich versenkt hatten es die Jungs.

Sie nahmen es des Nachts, als sie Feuerwerkskörper schossen und danach noch nicht genug hatten (Feuerwerk ist illegal in New Jersey) Sie machten eine Tour durch den Ort und als es langweilig wurde beschlossen sie durch den Teich zu fahren. Als sie in der Mitte hängen blieben und noch immer nicht genug hatten zerstörten sie es vollständig. Mit Steinen zerschmetterten sie die Glasscheiben und zerbeulten die gesamte Karosserie.

Die Polzie fand Justin, der die Tat auch umgehend gestand. Das Rechtssystem in den USA ist etwas unterschiedlich zu unserem, so muss er weder etwas zahlen, noch bekommt er eine Vorstrafe dafür. Mit einer Verwarnung bei Gericht war es getan... sehr eigenartig.

Eran ist nicht gerade glücklich darüber, doch was wäre ein reicher Mann, wenn er nicht eine Woche später ein neues Gerät hätte.

14 August 2005

nichts

neues...

07 August 2005

boston

Eigentlich ist es ja eine ganz nette stadt. die architektur ist sehr ansprechend, die leute sehr freundlich. was mich hier stoert ist, dass alle bars und clubs am samstag um 2 uhr frueh dicht machen und man danach nichts mehr machen kann. nicht so wie in new york. ich hab meinen rucksack in einer bar in der garderobe gelassen, um nach draussen zu gehen. eine halbe stunde spaeter kam ich zurueck und die bar war zu... fuck!

mittlerweile habe ich ihn wieder, da zum glueck heute morgen die putzcrew dort war.

in 2 stunden geht mein zug nach lowell und ich werde dort inga und andreas besuchen. morgen abend geht mein flug zurueck nach new york city und irgendwie freue ich mich schon wieder darauf.